Kinderheim

Seit seiner Gründung unterstützt der Verein SriLanka-Kinderhilfe e.V. das „Asarana Sarana Welfare Orphanage“. Es handelt sich um eine nicht-staatliche Einrichtung in Udahenegama, die von dem buddhistischen Mönch S. Sangharathana geleitet wird. Zwischen 40 und 50 verwaiste oder alleingelassene Kinder leben dort wie in einer großen Familie zusammen. Menschliche Zuwendung und Wärme erhalten sie in erster Linie durch den Mönch.

Das Kinderheim liegt in einer ländlichen Gegend nahe der kleinen Stadt Nikaweratiya etwa 4 Autostunden nördlich von Colombo. Nachdem noch im Jahr 2004 lediglich ein Drittel der Kinder eine staatliche Schule besuchte und die übrigen Kinder nachmittags in einem offenen Raum des Kinderheims unterrichtet wurden, besuchen inzwischen alle schulpflichtigen Kinder eine staatliche Schule.

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Bisher schliefen die Kinder gemeinsam in einem Raum mit anfangs ca. 20 Betten, einige mussten auf einfachen Matten auf der Erde übernachten. Durch die Aktivitäten des Vereins SriLanka-Kinderhilfe e.V. war es möglich, weitere Betten zu beschaffen und Matratzen und Bettwäsche, die sich allesamt in einem sehr schlechten Zustand befanden, auszutauschen. Nach Einweihung des neuen Bettenhauses, das zu einem Großteil aus Spendengeldern des Vereins SriLanka-Kinderhilfe e.V. finanziert wurde, ist nun genügend Platz vorhanden, so dass jetzt jedes Kind im eigenen Bett schlafen kann. Das neue Gebäude besitzt verglaste Fenster, elektrische Beleuchtung und Deckenventilatoren. Den zahlreichen Einzelpersonen, Familien, Vereinen und Firmen danken wir ausdrücklich für ihre Unterstützung, ohne die dieses große Projekt nicht möglich gewesen wäre. Neben einem geräumigen Schlafsaal im Erdgeschoss steht im Obergeschoss ein großer Raum für ein Berufsbildungszentrum sowie ein Büroraum zu Verfügung; in beiden Stockwerken sind auch Toiletten vorhanden. Die feierliche Einweihung des neuen Gebäudes fand im Beisein der Vereinsvorsitzenden Wilfried Schützeichel und Thomas Holzapfel am 30.03.2007 statt.

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Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren für alle Kinder neue Kleidungsstücke gekauft, Unterrichtsmaterialien angeschafft sowie eine regelmäßige ärztliche und zahnärztliche Versorgung sichergestellt. Auch die Ernährungssituation konnte durch regelmäßige monatliche Geldzuwendungen und ein Gemüseanbauprojekt wesentlich verbessert werden. Auf einem bis dahin brach liegenden Gelände des Kinderheims wurden großflächige Gemüsebeete angelegt. Die notwendigen Arbeiten wurden durch Landarbeitskräfte ausgeführt. Die Bewässerung erfolgte zunächst aus einem für Trinkwasserzwecke nicht mehr verwendbaren Brunnen und inzwischen aus dem im Rahmen des Trinkwasser-Projekts entstandenen kleinen See. Dieses als Maßnahme zur Selbsthilfe gestartete Projekt hat sich als sehr erfolgreich erwiesen und entschärft die Ernährungssituation des Kinderheims; bei bislang sehr guten Ernten konnten darüber hinaus zusätzliche Verkaufserlöse erzielt werden.

Infolge der sechs bis acht Monate dauernden jährlichen Trockenperiode ist die Trinkwasserversorgung des Kinderheims extrem problematisch gewesen. Weder das Kinderheim noch das umliegende Dorf verfügten bisher über eine öffentliche Trinkwasserversorgung; das Wasser des auf dem Gelände des Kinderheims vorhandenen Brunnens war nicht mehr als Trinkwasser verwendbar. Nach einer vorübergehenden Notlösung, die in der Anschaffung von Edelstahl-Kreide-Wasserfiltern bestand, erfolgte die Planung und Realisierung des Trinkwasserversorgungs-Projektes.

Das fast vollständig aus Spendengeldern des Vereins SriLanka-Kinderhilfe e.V. finanzierte Trinkwasserversorgungs-Projekt für das Asarana-Sarana-Kinderheim ist weitgehend abgeschlossen. Es besteht aus einem großen Brunnen, einem elektrisch betriebenen Pumpsystem, einem Trinkwasserhochbehälter und einem Leitungssystem zu den einzelnen Gebäudeteilen des Kinderheims. Zusätzlich ist ein kleiner See geschaffen worden, mit dem die landwirtschaftlichen Anbauflächen für den Gemüseanbau bewässert werden. Die Einweihung fand ebenfalls am 30.03.2007 statt.
Die bisherigen Erfahrungen haben bestätigt, dass in Trockenzeiten auch die Dorfbewohner zusätzlich mit Trinkwasser versorgt werden können.

Bilder über das Kinderheim gibt es in unserer Bildergalerie